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Einsatztraining in Burgh-Haamstede/Niederlande

Am Freitag stand zunächst Theorie auf dem Plan um die doch unterschiedlichen Taktiken zu beleuchten. Da es im deutschen und niederländischen Feuerwehrwesen doch einige Unterschiede gibt, wurden beim anschließenden gemütlichen Teil rege und interessiert Erfahrungen ausgetauscht.

Am Samstag hieß es dann endlich Praxis. Es wurden 4 verschiedene Übungen durchgeführt und anschließend besprochen.

Zunächst wurde mit gemischten Trupps (D/NL) in einem ehemaligen Lazarettbunker verschiedene Atemschutzübungen durchgeführt. Dort mussten ein Gasleck gefunden, einen Brandherd lokalisiert sowie 3 vermisste Personen  gesucht und gerettet werden.

Aufgrund der unterschiedlichen Vorgehensweisen konnten beide Feuerwehren etliche Anregungen für eigene Einsätze mitnehmen.

Die 2. Übung fand in einem Gewerbegebiet statt. Hier sollte ein Einsatzszenario zunächst von den Freunden aus Haamstede, und anschließend von uns, abgewickelt werden.

Die Besatzung aus Haamstede fand zunächst eine verunglückte Zugmaschine vor, welche vor einer Halle stand. Durch den Unfall brannte sowohl die Zugmaschine, als auch das Innere der Halle. Es galt den Fahrer zu retten, einen vermissten Mitarbeiter in der Halle zu finden, sowie den Brand zu löschen.

Wir hatten es mit einer brennenden Kreissäge in der Halle zu tun. Durch die Absaugung ist das Feuer in die Nebenhalle gewandert. Auch hier war ein Arbeiter vermisst und es galt 2 Brände zu bekämpfen.

Die 3. Übung führte uns auf den städtischen Bauhof von Renesse. Hier wurden die Fahrzeugbesatzungen gemischt, also bildeten je ein Kollege aus Haamstede und einer aus Vohwinkel einen Trupp. Hier galt es mit 2 Fahrzeugen gleichzeitig einen Mittelbrand zu bekämpfen.

Hier handelte es sich um eine brennende Flüssiggasanlage, was für uns in Wuppertal noch relativ selten ist. Hier ist auch der Brand ins Gebäude übergeschlagen, in dem zwei Angestellte vermisst wurden. Das gemischte Vorgehen war für beide Feuerwehren eine besondere Erfahrung, da man die jeweils andere Technik zusammen mit einem erfahrenen Kollegen probieren konnte und gleichzeitig mit einer ganz ungewohnten Strategie das Feuer bekämpft wurde.

Nach dieser Übung stand ein gemeinsamer Fototermin vor dem «Stormvloedkering» (Staudamm) auf dem Programm, bei dem ein fotografisches Andenken mit allen Beteiligten entstand.

Die vierte und letzte Übung führte uns ins Zentrum von Renesse. Hier wurde in einem ehemaligen Bürogebäude ein Brand mit mehreren Vermissten nachgestellt. Die dort eingesetzten Fahrzeuge, zwei der Haamsteder Brandweer sowie unser TLF, wurden dabei durch einen Vohwinkeler Einsatzleiter delegiert. Selbstverständlich gab es zahlreiche überraschte Zuschauer ...

Am Samstag Abend waren wir nach getaner Arbeit zu einem Muschelfest eingeladen und durften die zeeländische Gastfreundschaft genießen. Bei langem gemütlichen Beisammensein wurden etliche Freundschaften geknüpft.

Am Sonntag gab es nach dem Frühstück noch eine kleine Runde des Austausches und eine Demonstration unterschiedlicher Löschtechniken. Leider mussten wir in Anbetracht der bevorstehenden, langen Rückfahrt auch so gleich schon wieder den Heimweg antreten.

Während der insgesamt drei Tage in Burgh-Haamstede haben wir sehr viel neues gelernt und erlebt, das wir in den nächsten Übungen probieren wollen.

Im nächsten Jahr soll das Ganze wiederholt werden. Wir freuen uns schon auf einen Gegenbesuch. Zum einen von den aktiven Feuerwehrkräften, aber auch die Jugendfeuerwehr möchte sich mit unserer Jugend treffen, zusammen üben und Freundschaften knüpfen.

Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei den Organisatoren aus Haamstede und Renesse für die gute Verpflegung und die super organisierten Übungen.

Tot het volgend jaar!

Für Vohwinkel. Schnell. Kompetent. Sicher.
Ihre Freiwillige Feuerwehr Vohwinkel

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